Dienstag, 3. Januar 2017

003/365

Heute war ich ein bisschen in der Stadt, um ein paar Sachen zu besorgen, die ich für ein Paket brauchte, das ich verschicken möchte. Eine Freundin hatte mich gebeten, ihr alle meine Staffeln der Serie "Der Lehrer" zu schicken, damit sie diese anschauen kann und mir dafür im Gegenzug die Staffeln der Serie "Primeval", die ich ihr zuvor ausgeliehen hatte, zurückzuschicken.
Hoffentlich kommt da alles heil an ...


Montag, 2. Januar 2017

002/365

Da schaute ich heute Morgen (Morgen ist gut, es war schon kurz vor zwölf, aber da ich zur Zeit frei habe, darf ich das) aus dem Fenster, und was sah ich? Den ganzen Dezember über wollte es nicht schneien, aber pünktlich zum neuen Jahr hatte es dann über Nacht doch ein bisschen geschneit. Während ich diesen Post schreibe, taut es auch schon wieder weg, schade...


Sonntag, 1. Januar 2017

001/365

Ich habe mich mal wieder dazu entschlossen, beim Projekt 365 teilzunehmen. Dabei geht es darum, jeden Tag zu fotografieren und ein besonders schönes Bild zu posten. Ich habe dort schon einmal 2013/2014 teilgenommen und fand es sehr schön, deshalb wollte ich es noch einmal versuchen. Mal sehen, wie lange ich durchhalte, aber ich hoffe, dass ich es noch einmal schaffe. Wir werden es sehen. Das erste Foto gibt es schon einmal hier.


Sonntag, 30. Oktober 2016

9 Tipps für (angehende) Zoofotografen

  1. Die Wahl der richtigen Kamera
  2. Tipps für Objektive & Stative 
  3. Die passende Kleidung und passendes Equipment
  4. Die richtige Tageszeit und Sonnenstand
  5. Fotografiere auf Augenhöhe
  6. Kurze Belichtungszeit
  7. Bildaufbau und Hintergrund
  8. Zäune und sonstige störende Elemente
  9. Gehe allein in den Zoo! (mit Einschränkungen)


Die Wahl der richtigen Kamera

Es gibt ja nicht umsonst das Sprichwort: „Die beste Kamera ist die, die man gerade dabei hat“. Dennoch finde ich, die Investition in eine Spiegelreflex oder Bridge-Kamera lohnt sich wirklich. Natürlich werden die Kameras der Handys heute immer besser und auch die Kompaktkameras können sich sehen lassen. Aber ich finde, es ist auch ein Unterschied, ob man mit einer Spiegelreflex, einem Handy, oder einer Kompaktkamera fotografiert. Es ist einfach ein ganz anderes Feeling, eine so große Kamera durch die Gegend zu tragen. Zumal man auch mehr Möglichkeiten der Bildgestaltung hat. Fotografiert ihr wirklich ambitioniert und wollt euch weiterentwickeln, lohnt sich die Spiegelreflex wirklich. Immer vorausgesetzt, man hat das nötige Kleingeld, aber auch für wenige hundert Euro bekommt man schon gute Modelle im Bundle mit einem oder zwei Objektiven.

Tipps für Objektive & Stative

Um die Tiere möglichst gut in Szene setzen zu können, sollte ein Teleobjektiv nicht in eurer Sammlung fehlen. Ideal sind Modelle zwischen 100 und 300mm, aber auch sogenannte Superzooms oder Reisezooms im Brennweitenbereich zwischen 16 und 300mm haben sich bewährt. Ich selbst schwärme ja ständig von meinem neuen Tamron 16-300mm.
Solch ein Superzoom hat nämlich mehrere Vorteile: Sie sind meist leichter als vergleichbare Telezoomobjektive (z. B. 70-300mm von Nikon) und man verhindert durch die geringe Naheinstellgrenze, noch ein zweites Objektiv mitnehmen zu müssen. Kontrapunkt ist, dass diese Objektive naturgemäß nicht besonders lichtstark sind, das ist allerdings meiner Empfindung nach ein eher vernachlässigbarer Punkt.

Auch wichtig kann ein Stativ werden. Ein klassisches Dreibeinstativ lässt sich meist platzsparend zusammenschieben und so am Rucksack befestigen. In der Zoofotografie ist manchmal viel Geduld gefragt, bis die Tiere das Verhalten zeigen, das man fotografisch festhalten möchte. Wenn man die ganze Zeit dabei steht und mit der Kamera in der Hand wartet, werden einem irgendwann die Arme schwer.
Deshalb lohnt es sich, ein Stativ dabei zu haben, sofern es keine Gehegeumzäunung gibt, die einem als Abstützpinkt dienen kann, um die Arme zu entlasten.

Die passende Kleidung und anderes Equipment

Ihr solltet auf jeden Fall bequeme Kleidung wählen, die den Witterungsverhältnissen angepasst ist. Natürlich könnt ihr im Sommer in Tanktop, Shorts und Sandalen in den Zoo gehen. Im Winter würde ich Handschuhe, Schal und Mütze, sowie eine Jacke mit Kapuze empfehlen. Für Regen sollte man immer gerüstet sein, mit einem Regenschirm oder Cape ist dabei euch überlassen. Bei Sonnenschein ist ein Hut oder Cappy nicht verkehrt, um einen Sonnenstich zu vermeiden.
Wetterfestes, bequemes Schuhwerk ist ein Muss, denn ihr werdet vermutlich mehrere Stunden an einem Tag mit Laufen verbringen. Die strassbesetzten High-Heels bleiben also besser im Schrank ;) Hier liegt das Augenmerk aber in erster Linie auf dem Wort „bequem“.

Sonstige Dinge, die ihr vielleicht benötigen werdet:
  • Ein Brillenputztuch, selbst wenn ihr kein Brillenträger seid, eignet es sich sehr gut, um zwischendurch mal die Frontlinse zu putzen, etwa weil sie beschlagen ist.
  • Einen zweiten Akku. Ich hatte erst gestern den Fall, dass der Akku, den ich in der Kamera hatte, mir zuhause noch volle Leistung anzeigte, und dann im Zoo nur noch einen Balken. Hätte ich den Ersatz-Akku nicht gehabt, wäre ich auf der Hälfte meiner Tour aufgeschmissen gewesen. So habe ich den Akku einfach gewechselt und hatte für den Rest des Tages volle Leistung.
  • Essen und Trinken: Getränke und Essen im Zoo sind relativ teuer, also bringt euch besser selbst etwas mit. Für mich ist eigentlich immer eine Pommes mit Currywurst Tradition, aber ihr könnt das halten, wie ihr möchtet 


Die richtige Besuchszeit und Sonnenstand

Wenn ihr wie ich jemand seid, den große Menschenmassen unter Stress setzen, gibt es zwei Tipps für euch: geht unter der Woche und möglichst früh morgens in den Zoo. Schulferien sind da aber eher weniger geeignet. Informiert euch auch, ob der Zoo zu eurem gewünschten Besuchstermin vielleicht eine Veranstaltung hat, wie etwa Zelten im Zoo oder ähnliches. Naturgemäß ist dann mehr los. Früh morgens ist es auch noch nicht so voll (am besten, ihr erkundigt euch, wann eure Zoo morgens öffnet. Viele Zoos in Deutschland haben Sommers oder Winters unterschiedliche Öffnungszeiten.) Erkundigt euch auch nach den verschiedenen Fütterungszeiten. Diese findet ihr entweder auf dem faltbaren Zooplan, oder in manchen Fällen auch an den Gehegen selbst oder am Eingang des Zoos. In der prallen Mittagssonne, dann wenn die Sonne im Zenit steht, solltet ihr nicht fotografieren. Diese Lichtsituation führt zu harten Schatten, besonders im Sommer. Deshalb gibt es auch den Spruch „Zwischen zwölf und zwei haben Fotografen frei“, und das stimmt wirklich. Nutzt die Zeit für eine Mittagspause, um schon einmal die bisher aufgenommenen Bilder zu sichten oder zu überlegen, wo ihr gern als nächstes hingehen möchtet. Es kann dafür nicht schaden, sich am Eingang einen Zooplan mitzunehmen, vor allem, wenn ihr einen Zoo das erste Mal besucht und alles sehen wollte. Auch am Abend kann man noch stimmungsvolle Bilder machen, vor allem im Herbst und Winter, wenn es früher dunkel wird.

Fotografiere auf Augenhöhe

Mit eurem Teleobjektiv habt ihr die Möglichkeit, ein Motiv ganz nah heranzuholen. Macht ruhig einmal Tierportraits und achtet dabei darauf, dass der Fokuspunkt auf dem Auge des Tieres sitzt. Das ist schwer, wenn das Tier sich bewegt, aber dazu komme ich in einem anderen Punkt. Im Folgenden möchte ich zwei Bilder zeigen, damit ihr seht, was für eine Wirkung das Fotografieren auf Augenhöhe hat.



Seht ihr, wie unterschiedlich die Bilder wirken?
Scheut euch auch nicht, euch für ein Foto in den Dreck zu knien, oder gar flach auf den Boden zu legen. Dafür habt ihr euch ja extra nicht eure besten Sonntagsklamotten angezogen und ihr kommt so an wunderschöne Motive. Schaut euch das Tier dann auch noch an, habt ihr alles richtig gemacht. Das Bild hat eine Aussage und es stellt einen persönlichen Bezug für den Betrachter her, weil auch er das Gefühl hat, das Tier schaue ihn an.

Kurze Belichtungszeit

Um bewegliche Objekte scharf abbilden zu können, müsst ihr eine kurze Belichtungszeit einstellen.
Die Belichtungszeit spielt dabei mit der Länge eures Objektivs zusammen. Sie muss mindestens 1,5x so groß sein wie die Länge eures Objektivs. Bei einem Objektiv,, das zu seiner vollen Länge von 300mm ausgefahren ist, würde das eine Belichtungszeit von 1/450s bedeuten. Dabei spiel auch die Umgebungsbeleuchtung und die ISO eine Rolle, aber dazu werde ich noch einen eigenen Blogartikel verfassen. Als Faustregel gilt: Für die Tierfotografie ist eine kurze Belichtungszeit Pflicht.
Achte dabei jedoch immer auf die Möglichkeiten deiner Kamera.

Bildaufbau und Hintergrund

Ich persönlich lasse meinen Fokuspunkt immer in der Mitte. So habe ich links und rechts später beim Bearbeiten immer noch genug Platz zum Beschneiden. Grundsätzlich wirken Bilder, deren Motiv immer in der Mitte liegt, aber schnell langweilig. Daher ist es besser, hier ein bisschen zu variieren. Zudem ist auf Zäune, Pfähle, störende Äste oder andere Bildteile zu achten, die ihr nicht später noch im Bild haben wollt. Wählt euren Standort nach Möglichkeit so, dass störende Elemente sich gar nicht erst im Bild befinden. Sollte das einmal nicht möglich sein, könnt ihr die störenden Elemente später ja einfach rausschneiden.
Dennoch solltet ihr euch schon bei der Aufnahme eingehend mit der Bildsituation beschäftigen und nicht darauf vertrauen, dass das Bildbearbeitungsprogramm das schon wieder richten wird. 

Zäune und andere störende Elemente

Sofern sich das Tier, das ihr fotografieren wollt, weit genug hinter dem Zaun befindet, könnt ihr das störende Gitter beim Fotografieren einfach ausblenden. Wichtig ist, dass ihr eine möglichst große Blendenöffnung verwendet und auf das Tier scharf stellt, nicht auf den Zaun. Kommt ihr nah genug heran und die Maschen des Zaunes sind groß genug, könnt ihr das Objektiv auch durch die Maschen hindurchstecken. Macht das aber vielleicht lieber nicht bei Löwen oder so, nachher wollen die noch ausprobieren, ob man das Objekt, das da kommt, auch essen kann.

Gehe allein in den Zoo (mit Einschränkungen)

Wenn ihr mit Kindern oder der Familie in den Zoo gehen wollt, wird das Fotografieren vermutlich nicht so vergnüglich für euch. Vor allem Kinder langweilen sich schnell, wenn ihr länger vor einem Gehege stehenbleiben wollt. Geht deshalb lieber allein in den Zoo, oder wenn ihr Freunde habt, die ebenfalls fotografieren. Die werden eher Verständnis für solche „Zwangspausen“ haben als Leute, die mit der Materie so gar nichts am Hut haben.

Das war es erstmal von mir.
Habt ihr noch Fragen? Habe ich etwas vergessen oder möchtet ihr, dass ich etwas genauer erkläre? Dann schreibt mir doch in die Kommentare!


Tierisch gruselig

Dieses Jahr war ich ja nicht wirklich oft draußen unterwegs. Das wollte ich zum Jahresende noch ein bisschen ändern, zumal ich ja auch das neue Objektiv ausprobieren musste. Also habe ich mir meinen letzten freien Samstag im Oktober gegriffen und bin in den Kölner Zoo gefahren, wo an diesem Tag auch das Halloween-Event stattfinden sollte.



Zuvor wurde ich jedoch schon im Hausflur von der alten Dame unter mir aufgehalten. Ob sie mein Handy oder mein Festnetztelefon benutzen dürfte, sie wollte sich ein Taxi zum Zahnarzt rufen, ihr sei ein Zahn herausgebrochen. Sie würde mir auch Geld für das Telefonat geben. Natürlich durfte sie mein Festnetztelefon benutzen, dann verließ ich das Haus und machte mich auf den Weg zum Bahnhof. Ich musste zweimal umsteigen, am Siegburger Bahnhof sprach mich dann auch noch ein Mann an, der wohl kein Ticket hatte, ob ich ein Studenten- oder Jobticket besäße. Tat ich natürlich nicht und er ging weg, um jemand anderen anzusprechen.
Mir macht dieses Verhalten ein bisschen Kopfschmerzen. Ich weiß natürlich, dass es möglich ist, jemanden auf einem Job- oder Studententicket mitfahren zu lassen. Aber wird das dann nicht ein wenig von den Leuten ausgenutzt, die einfach zu faul sind, sich ein Ticket zu kaufen? Versteht das bitte nicht falsch, ich würde jederzeit eine Freundin oder einen Freund auf meinem Ticket mitfahren lassen, wenn ich eines hätte und diese Person mir vor Fahrtantritt sagt „Oh scheiße, ich hab ja gar kein Ticket!“
Aber wissentlich kein Ticket kaufen, weil sich schon jemand finden wird, bei dem man mitfahren darf? Ist das wirklich so konzipiert worden, liebe Verkehrsbetriebe?

Nun, ich wollte vom Zoobesuch erzählen. Ja.
Ich war gegen 11 Uhr im Zoo und war sehr überrascht, denn es war nichts, aber auch gar nichts los. Vielleicht lag es daran, dass es nicht ganz so warm war, oder dass die meisten Besucher erst gegen 17 Uhr kamen, wenn das Halloween-Event stattfinden sollte.
So jedoch war das auf der einen Seite gut, weil ich nicht im Stress durch andere Besucher war und frei fotografieren konnte, aber auch merkwürdig, weil zum Beispiel auch in den Restaurants nichts los war. Es ist echt ungewohnt, der einzige zu sein, der um 12 Uhr mittags eine Currywurst-Pommes haben möchte …

Im letzten Blogpost zum Thema Zoo hatte ich ja gesagt, dass ich mir mehr Zeit nehmen möchte, den Zoo zu erkunden. Länger an Orten zu verweilen, um die Tiere zu beobachten. Das habe ich diesmal auch gemacht, habe mich längere Zeit an Gehegen aufgehalten und mich immer ermahnt, langsam zu machen. Es ist einfach schön, wenn man auch sieht, dass sich das auszahlt. Wenn man die Tiere in Ruhe beobachtet und sie dann genau das Verhalten zeigen, dass man fotografieren möchte.





Und das neue Objektiv ist einfach ein Traum. Es ist so leicht, dass es nicht immer an Gewichtheben erinnert, wenn man die Kamera hebt. Es stellt schnell und präzise scharf (so scharf, dass ich mir das erste Mal das Nachschärfen in Lightroom verkniffen habe), das Bokeh ist einfach super und für den Zoo muss ich nun nicht mehr zwei Objektive mitnehmen, da das Tamron 16-300 auch im Aquarium super Arbeit geleistet hat. Die Bilder wurden knackscharf, die geringe Naheinstellgrenze ist super für diese Art der Fotografie geeignet. Ich will nie wieder ein anderes Objektiv haben!




Lustiges Tierverhalten gab es diesmal auch zu sehen. Einer der Elefanten hatte keinen Sand für eine Staubdusche in seiner Nähe, aber er fand, die Salatblätter, die er eigentlich fressen sollte, täten es zu diesem Zweck auch. Bei den Leoparden war das Männchen draußen und patrouillierte an der Glasscheibe entlang, sodass man schöne Bilder machen konnte. Ab und zu blieb er stehen und rief nach dem Weibchen, das allerdings im rückwärtigen Teil des Geheges hinter den Kulissen eingesperrt worden zu sein schien.
Erstaunlich aktiv waren auch die Schlangen im Terrarium. Die Diamantpythons bewegten sich sogar ausnahmsweise mal und ich konnte schöne Portraitfotos machen.





Und einen wilden Schmetterling habe ich auch fotografiert. Er flog in dem Bereich neben dem Hippodom herum und setzte sich dann auf den Asphaltboden, um noch ein bisschen Sonne zu tanken. Sofort gingen vier Fotografen – darunter auch ich – zu Boden, um das Tierchen zu fotografieren. Anschließend flog er wieder davon.



Alles in Allem war ich vier Stunden im Zoo, habe 709 Fotos gemacht und war am Ende gar nicht so erschöpft, wie ich gedacht hatte. Lag aber vielleicht auch daran, dass es so ruhig gewesen ist. Mal sehen, nächstes Jahr sollen sich noch ganz viele Gelegenheiten zum Fotografieren ergeben. Und neue Ideen für Blogartikel habe ich auch schon, also bleibt dran!

Sonntag, 2. Oktober 2016

Event | Olympus Perspective Photography Playground

Dieser Blogeintrag könnte sich auch lesen lassen wie eine Nichtempfehlung, diese Veranstaltung zu besuchen. Das soll es nicht sein! Ihr habt noch bis zum 09.10. Zeit, lasst es euch nicht entgehen!
Aber geht lieber zu zweit oder mehreren hin. Warum, erkläre ich gleich.


Erst einmal ging es damit los, dass ich den Veranstaltungsort nicht gefunden habe.
Ich hatte mir extra einen Fahrplan ausgedruckt, den ich immer dabeihatte. Man sollte mit dem Bus der Linie 190 vom Mühlheimer Bahnhof noch ein paar Stationen fahren, dann ein bisschen laufen, und man wäre da.
Irgendwie ist der Busfahrer aber ziemlich komisch gefahren. Drückte man auf den Knopf, weil man rauswollte, und an der angefahrenen Haltestelle stand keiner, der in den Bus hineinwollte, so ist er an der Haltestelle schon mal vorbeigefahren. Die Haltestellen wurden teilweise auch willkürlich durcheinandergewürfelt angesagt, teilweise drei oder vier Mal die selbe Haltestelle, obwohl wir längst woanders waren.
So kam es, dass der Bus mich in einer Straße absetzte, in der zwar das Carlswerk war - das riesig ist - ich aber nicht, wie auf dem Ausdruck meiner Wegbeschreibung beschrieben, den Eingang schon nach einigen Dutzend Metern sehen konnte. Da war nur eine hohe Mauer auf er einen Seite und eine Bahntrasse auf der anderen. Mitten im Industriegebiet, die Bushaltestelle, an der ich soeben ausgestiegen war, war die einzige weit und breit und der nächste Bus käme hier erst in einer halben Stunde vorbei.
Ich bin also auf Verdacht in die Richtung gegangen, aus der der Bus kam, zurück in Richtung Zivilisation. Grundfalsch, wie ich eine Stunde später feststellte. Ich fand die Straße, die ich suchte, nicht. Schließlich habe ich dann gefragt.
"Das ist ein ganzes Stück weg von hier", machte mich der ältere Mann aufmerksam, den ich fragte.
"Wollen Sie da wirklich zu Fuß hin?"
Ja, wollte ich. Ich hatte schließlich keine andere Wahl.
Und es wwar wirklich noch ein Stück zu laufen, und zwar in die komplett entgegengesetzte Richtung, die ich zuvor eingeschlagen hatte. ich hätte einfach dem Bus nachlaufen müssen, bzw. hätte ich noch ein paar Stationen mit dem Bus fahren können, denn der hielt eigentlich genau vor dem Eingang des Carlswerks, in dem der Playground stattfand ...


Ich kam dort an und wurde am Empfang gleich aufgehalten. Ob ich allein sei und mit meiner eigenen Kamera fotografieren wollte? Ja. ich lieh mir keine Olympus-Kamera aus, denn das konnte man auch machen. Dann hätte ich aber die gemachten Bilder gleich per Smartphone auf Facebook oder Twitter posten müssen, weil man die Speicherkarte mit zurückgeben muss.

Also bin ich allein losgezogen. Es waren kleine Vitrinen aufgebaut, in denen man Kameras und Zubehör ansehen konnte, es gab Bänke, um sich mal hinzusetzen und natürlich waren Installationen aufgebaut worden, die man erkunden konnte. Es war recht viel los, deshalb musste man leider an einigen Stellen ziemlich lange anstehen. Eine Menge Sachen habe ich mir deshalb nicht angeschaut. Zudem war es für mich relativ langweilig, weil ich eben niemanden dabei hatte, der sich von mir in den Installationen hätte fotografieren lassen.
Ich denke wirklich, dieses Event ist eher etwas für Familien mit Kindern (die werden Spaß am Experimentieren haben) oder eben Gruppen von Freunden, die sich dort gegenseitig fotografieren.





Lange habe ich mich dort also nicht aufgehalten. Zwei Stunden, dann war ich wieder draußen. Sicherlich hätte es mehr Spaß gemacht und ich hätte mehr Zeit dort verbracht, wenn ich jemanden dabeigehabt hätte. Ich habe jedoch ehrlich gesagt nicht damit gerechnet, dass sich das so krass auswirken würde.
Naja, sollte das Event nächstes oder übernächstes Jahr noch einmal stattfinden, hätte ich ja schon jemanden, der vielleicht mitkommen würde ...

#Aufschrei - Leipziger Zoo erschießt ausgebrochenen Löwen

Löwin im Allwetterzoo Münster, 2014
Auch wenn die Meldung schon ein paar Tage alt ist, wollte ich doch trotzdem nochmal etwas dazu schreiben. Weil ich die Logik der "Tierschützer" immer noch nicht verstehe.

Am 29. September sind zwei Löwen aus ihrem Gehege im Leipziger Zoo ausgebrochen, weil sie allem Anschein nach den Wassergraben durchschwommen/übersprungen/überklettert haben. Die Tiere sollten wieder in ihr Gehege zurückgebracht werden, vier Stunden lang hat man versucht, sie in das Gehege zurückzudrängen (vgl. hier auch die Mitteilung des Zoos von vorgestern: http://www.zoo-leipzig.de/aktuelles/news-artikel/datum/2016/09/30/analyse-zum-hergang-und-der-einschaetzung-des-loewenausbruchs/)

Bei einem der beiden Tiere sei dies wohl auch gelungen, bei dem anderen nicht. Man hat wohl versucht, den Löwen mit Betäubungspfeilen ruhigzustellen, sodass er zurück in sein Gehege gebracht werden kann, doch das hat aufgrund des hohen Adrenalinspiegels des Tieres nicht wie gewünscht funktioniert. Als es dem Tier dann auch noch gelang, durch den Ring aus Helfern zu flüchten, der es eigentlich in das Gehege zurückdrängen sollte, stand fest, dass das Tier erschossen werden muss, um weiteren Schaden zu verhindern.

Nun sieht sich Zoodirektor mit Angriffen massivster Art gegen seine Person konfrontiert, weil er bei der "schwierigen" Abwägung, was wichtiger sei, das Leben eines Tieres, das zu einer bedrohten Tierart gehört, oder das Leben seiner Mitarbeiter und Besucher seines Zoos, die in meinen Augen einzig richtige Entscheidung getroffen hat.

Es kann auch keine Rede davon sein, dass Sicherheitsvorkehrungen beim Bau des Geheges nicht eingehalten wurden. Die gesetzlichen Vorgaben wurden eingehalten, doch welches Tier kennt diese schon? Man hat sich schlicht nicht vorstellen können, dass es den Tieren gelingen könnte, den Graben zu überwinden.

Bedrohte Tierarten zu halten kann nun einmal, wie in diesem Fall, mit der Intention kollidieren, sie Menschen gefahrlos anschauen zu lassen. Ist dies nicht gegeben, geht der Schutz der Tierparkbesucher nun einmal vor, und wenn keine andere Möglichkeit offen ist, dann muss das Tier erschossen werden, so traurig das auch ist.
Ich möchte hier nicht falsch verstanden werden: Die Erschießung des Löwen ist schade, war aber in diesem Moment nicht zu vermeiden. Herr Junhold hat absolut richtig gehandelt, und ihn jetzt als Verbrecher und Mörder hinzustellen, finde ich ein Ding unter aller Sau.

Tiere in Käfigen anzuschauen, ist in Ordnung, aber wenn diese dem Menschen dann zu nahe kommen, ist eine Gegenmaßnahme auch nicht erwünscht?
So manch ein "Wutbürger" sollte das Konzept Zoo doch vielleicht nochmal differenzierter bedenken ...